Astrologie und Karma

Karma und Astrologie gehören zusammen wie die Abläufe in einem Staat und die Wissenschaft ihrer Verwaltung. Während Astronomie die naturwissenschaftliche Beobachtung der Objekte im Universum darstellt, bringt die Astrologie das bewusste Erleben in die Thematik ein. Erst durch die Wissenschaft der Astrologie werden astronomische Geschehnisse mit Bewusstsein, Erfahrung und Leben verknüpft. Dass diese Phänomene in der Naturwissenschaft keine Beachtung finden, ist der Grund dafür, warum eine hochtechnologisierte Gesellschaft nicht notwendigerweise Glück und Frieden hervorbringt.

Das bringt uns zum Begriff des Karma, ein Sanskrit-Wort, das „Handlung“ bedeutet. Es nimmt in der vedischen Philosophie des alten Indiens eine zentrale Stellung ein. Dort wird Karma als egoistisches Handeln und dessen Folgen beschrieben. Das Lebewesen, der atma, lebt in seinem natürlichen Zustand in einer Welt reinen Bewusstseins und absoluter Freiheit (vaikuntha), in der alle seine Handlungen ausschließlich dem Wohl aller dienen. Wenn dieser atma aufgrund einer launenhaften Entscheidung diese Welt bedingungsloser Liebe verlässt, projiziert er sein Bewusstsein in eine virtuelle Realität, die materielle Welt. Das ahankara, das künstliche Ich, bildet dazu die Schnittstelle.

Die Analogie eines Computerspiels ist in diesem Zusammenhang sehr hilfreich. Um in einem solchen Spiel handeln zu können, ist es notwendig, die künstliche Identität eines virtuellen Körpers anzunehmen. Verliert sich nun der enthusiastische Spieler vollständig ins Spiel, vergisst er seine übergeordnete Identität und „taucht“ in die neue Welt ein.

Die Veden beschreiben diese materielle Manifestation als eine virtuelle Simulation der Wirklichkeit, so wie die Kulissen in einem Theaterspiel Nachahmungen echter Objekte sind. Getrieben vom ahankara, dem künstlichen Ich, ist jedes Lebewesen bemüht, auf dieser Bühne möglichst viel Energie auf sich „selbst“ zu ziehen. Zu diesem Zweck schließt es manchmal kleinere oder größere Allianzen, die aber letztlich nicht der Liebe und Fürsorge entspringen, sondern dem Wunsch nach Überlegenheit, Kontrolle, Beherrschung und Ausbeutung.

Dieser beständige Kampf ums Überleben benötigt ein Gesetz, das keines der Lebewesen bevorzugt oder benachteiligt. So wandelt sich das Gesetz der Liebe, das die spirituelle Welt beherrscht, in das Gesetz der Gerechtigkeit. Es regelt nun die Beziehungen der Lebewesen in diesem virtuellen Spiel des künstlichen Egoismus nach der Formel „Aktion = Reaktion“. Die Formulierungen „Aug um Aug und Zahn um Zahn“ oder „wie du mir, so ich dir“ bringen es exakt auf den Punkt. Selbst das Sanskritwort für Fleisch, mamsa, bietet einen Hinweis auf dieses Gesetz. Mam bedeutet „mich“, und sa bedeutet „er“. In diesem Leben esse ich das Fleisch eines Tieres, was diesem das Recht verschafft, im nächsten Leben mein Fleisch zu essen.

Wie Karma funktioniert

Die Funktionsweise des Karma-Gesetzes ist unvorstellbar fein. Karma bezieht sich nicht nur auf physische Handlungen, sondern auch auf die psychischen Prozesse des Denkens, Fühlens und Wollens. Im Padma Purana, einem vedischen Text, wird der karmische Zyklus folgendermaßen erklärt:

  1. Aprarabhda (die unmanifestierte Reaktion): In diesem Zustand liegt die Reaktion als reine Information vor. Sie ist vollständig unmanifestiert und hat keinerlei wahrnehmbare Auswirkung.
  2. Kutam (Neigung): Die Reaktion evolviert in eine psychische Disposition zu bestimmten Handlungsqualitäten
  3. Bijam (Wunsch): Die Neigung reift in einen konkreten Wunsch, eine spezifische Handlung auszuführen
  4. Prarabdha (die manifestierte Reaktion): Der Wunsch führt zu einer physischen Handlung und der entsprechenden Reaktion

Karma entsteht ursprünglich im Augenblick der Entscheidung für ein egoistisches Leben. Daraus folgen alle weiteren Wünsche, Gedanken und Gefühle, die schließlich in physische Handlungen münden. Wenn ich zum Beispiel im Konkurrenzkampf des materiellen Daseins über jemanden schlecht denke, färbt dieser Gedanke augenblicklich mein Bewusstsein in entsprechender Art und Weise und schafft so in mir eine Resonanz zu einem Lebensfeld, in der sich mein Wunsch und die entsprechende Reaktion entfalten können. Das vedische Kavaca-Horoskop informiert uns über wirksame Möglichkeiten, wie wir unser Karma bewusst positiv gestalten können.

Die Wissenschaft des Karma beruht auf dem grundlegenden Aspekt der vedischen Philosophie, dass in der materiellen Simulation das echte Lebewesen (die Seele) immer von seinem virtuellen Körper verschieden ist. Karma beginnt und endet deshalb nicht mit einem bestimmten Körper, sondern kann sich über Myriaden von Leben hinziehen, so wie sich das gegenwärtige Leben über viele Tage hinzieht. Der Tod ist nichts anderes als ein „system overload“, wenn der virtuelle Körper aufgrund der karmischen Reaktionen eine irreversible Entropie erreicht.

Es ist also das Gesetz der Gerechtigkeit, dass die materielle Simulationswelt beherrscht. Ebenso wie die staatlichen Gesetze zu deren Umsetzung einer Exekutive und Administrative bedürfen, so sind solche Administratoren und Exekutoren auch im „Staat des Universums“ unumgänglich. Sie werden in der vedischen Philosophie Devas, Götter, genannt. Diese mächtigen Lebewesen sind für die Verwaltung des Universums unter dem Gesetz der Gerechtigkeit zuständig. Auch die Handlungen der Menschen auf diesem Planeten Erde und die Zuweisung der entsprechenden Reaktionen fallen in ihren Zuständigkeitsbereich. Die wichtigsten Devas in diesem Zusammenhang sind die Himmelskörper Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn und die beiden feinstofflichen Körper Rahu und Ketu. Damit hat sich der Kreis von Karma und Astrologie nahtlos geschlossen.

Wenn wir in dieser virtuellen Welt handeln, sind wir auf die Unterstützung der Devas angewiesen. Wir heben unseren Arm, ohne viel Ahnung zu haben, welche subtilen und komplexen Prozesse dabei involviert sind. Wir denken, ohne den Prozess des Denkens selbst verstehen zu müssen. Unsere Handlungen werden also von höheren Intelligenzen ermöglicht und gesteuert. Erst die Verwaltung und Steuerung unserer karmischen Konditionierung macht Handeln für uns überhaupt möglich.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig festzuhalten, dass die ursprüngliche Ursache des Karma immer die Entscheidung des freien Lebewesens selbst ist. Die Devas sind völlig unvoreingenommen. Ihnen obliegt lediglich die Verwaltung der Folgen unserer Entscheidungen. Freier Wille und Schicksal laufen somit parallel, und es obliegt der Entscheidung jedes einzelnen Lebewesens, welcher Komponente es mehr Macht über sein Leben verleihen möchte.

Die vedische Astrologie versteht sich als die Wissenschaft der Schnittstelle des freien spirituellen Bewusstseins mit der materiellen Welt. Die uns sichtbaren Planeten sind die dreidimensionale Verkörperung ewiger Lebensprinzipien. Sie sind die Puppenspieler, die an den Fäden unseres Lebens ziehen, aber niemals unseren freien Willen verletzen. Unser Wohlergehen hängt davon ab, wie weit wir uns diesen Prinzipien öffnen, wie weit wir bereit sind, mit dem Potential, dass die „Planeten“ für uns bereit halten, in Resonanz zu treten.

Das vedische Kavaca-Horoskop gibt uns mächtige MIttel in die Hand, um unseren freien Willen zu nutzen und die Kontrolle über unser Leben zurückzubekommen.

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